3. Runde LK Süd 2023/24

SV Senftenberg – Ludwigsfelder SC I
Spieltag: 03.12.2023

Leise rieselt der Schnee und wir zittern zusammen (mit unserem Mannschaftsleiter), dass wir diesmal die Schachkrimis übersteh´n….dabei ging es anfangs ruhig und friedlich zu, wie es auch in der Weihnachtszeit sein sollte.

In der 3.Runde der Landesklasse Saison 2023/2024 ging es Zuhause gegen einen Altbekannten aus der letzten Saison – dem Ludwigsfelder Schachclub, 1.Mannschaft. Zwischendurch hatte ich auch ein Déjà-vu (damalige 3:5 Niederlage)… naja nicht ganz … wo ich ja diese Saison den Luxus habe Zuhause mit Weiß zu spielen und wir durch unseren neuen „Altzugang“ am 1.Brett einen Punktegaranten 4.0 hinzugewonnen haben. Aber nun zu ein paar schachlichen Fakten …

Klaus-Dieter an Brett 1 mit Schwarz bekam es mit meinem und auch seinem Gegner aus der letzten Saison zu tun und er schien eröffnungstechnisch gut präpariert gewesen zu sein, wie man es von ihm kennt. Gleich zu Beginn der Fantasy-Variante in der Caro-Kann Verteidigung ließ er einen Bauernopfer vom Köcher, was Weiß regelrecht zum Grübeln brachte. Weiß entschied sich für das falsche Abspiel und steckte einen Springer ins Geschäft für 2 Bauern + Freibauer auf der 6.Reihe inklusive verlorenes Rochaderecht für beide Seite. Und dann noch die Schwarze Dame im eigenen „Fleisch“ auf f2… – kleine Fingerübungen von Klaus-Dieter reichten dann aus, um sein Punktsieg offiziell zu machen.

Ich (Jens) mit Weiß spielend an Brett 2 hatte mich im Vorfeld auf den Versuch eines soliden Franzosen meines Gegners vorbereitet, um gleich zu Beginn meinen Gegner auf unbekannte Pfade zu lenken. Durch den schwarzen Zentrumsvorstoß (S: c5/d4), ergab sich die Möglichkeit den schwarzen Springer auf f6 durch e5/f4 auf die Grundlinie nach e8 zu zwingen. Und nach Schwächung der schwarzen Felder ließ ich es mir nicht nehmen nach Lb4 den eingeklemmten Turm auf f8 einzusammeln. Nachträglich aber betrachtet, wäre eine Stellungsverstärkung aber besser angebracht gewesen…aber was hat, da hat man. Auch wenn die gegnerische Läufer-Dame Batterie auf der a8-h1 Diagonale meinem Gegner Chancen eröffnete, war es am Ende zu viel des Guten und mein Gegner gab auf.

Andreas an 3 hatte da mehr zu schwitzen und sah sich einem aggressiven Engländer (W: c4/b4) ausgesetzt. Und Weiß gelang es auch den schwarzen Damenflügel zu unterminieren und nach Öffnen der c-Linie einen rückständigen Bauern auf c7 als Ziel der Angriffsbegierde auszumachen. Weiß verstärkte den Druck auch Zug um Zug, sodass Schwarz alle seine Figuren auf die Verteidigung der Schwächen im eigenen Lager ausrichten musste. Mit zunehmender Zeitnot jedoch überzog Weiß und sah sich mit einem Endspiel mit Leichtfigur weniger konfrontiert, was Andreas mit gewohnter Senftenberger Manier über die Ziellinie brachte.

An Brett 4 war wieder einer unser Geheimwaffen im Einsatz…Peter. Mit Weiß spielend bekam er eine für ihn sehr wohlwollende Abwandlung der Philidor-Verteidigung (W: e4, d4/S: c6, d6, e5) auf das Brett und er hatte auch zu jeder Zeit alle taktischen Finessen fest im Blick. Denn nach einer Abtausch Lawine mit Bauerngewinn, zog sein Gegner selbst ein Mattnetz um sich, aus dem es kein Entrinnen mehr gab.

Max an 5 hatte vielleicht die unauffälligste Partie an diesem Tag auf dem Brett. Viele seiner Figuren konzentrierten sich anfangs auf die Grundlinien, es war auch nicht viel los und nach Abtausch einiger Figuren entschied man sich friedwollend auf Unentschieden.

Bei unserem Mannschaftsleiter (Daniel) am Brett ging es im Grunde anfangs auch sehr ruhig und gemütlich zu bis zum gegenseitigen Bauernsturm auf die Könige. Bei heterogenen Rochaden war Daniel gefühlt auch einen Schritt schneller mit den Bauern (W: a4, bxa6/S: h5, g4), aber Unachtsamkeiten in der Zugfolge ließen ihn die Dame ohne richtige Kompensation einbüßen und er gab auf.

Marco mit Schwarz an Brett 7 hatte nach der Eröffnung mit einer unglücklichen Aufstellung seiner Figuren zu kämpfen (W: Lf4, e5/S: Sh6, Lc7), auch wenn er stetig versuchte den Druck auf das gegnerische Lager zu erhöhen. Weiß verteidigte sich umsichtig und erhöhte seinerseits den Druck bis zu dem Punkt, an dem Schwarz die Niederlage sich leider eingestehen musste.

Torsten unser Dauer-Weißspieler (was für ein Glückspilz…hoffe er langweilt sich nicht) wollte es an Brett 8 eigentlich ruhig angehen lassen, aber sein Gegner entschied sich für eine sehr offensiv ausgelegte Pirc Aufstellung (zugelassener Weißangriff auf den Königsflügel). Das brachte Schwarz zwar einen Bauerngewinn auf h4 und anfangs auch das Zurückdrängen der gegnerischen Figuren ein, aber zugleich lebte er jetzt auch viel gefährlicher, u.a. auch wegen der „beinahe“ offenen h-Linie. Und das sollte sich schlussendlich auch rächen und dem Senftenberger Giganten einen weiteren Punkt auf der Scoring-Liste einbringen.

Fazit: Auch wenn nach einem zwischenzeitlichen Rückstand (1.5 : 2.5) Erinnerungen an die letzte Saison hochkamen, kann man am Ende mit dem Ausgang (5.5 : 2.5 SIEG) rundum zufrieden sein und sich mit breiter Brust in die nächsten Vergleichskämpfe stürzen und das hoffentlich ohne Schachkrimi und Schweißperlen für unseren Mannschaftsleiter!

Und in dem Sinne wünsche ich im Namen der Senftenberger Schachfreunde Allen eine schöne Weihnachtszeit!

Jens Schneider

2. Runde LK Süd 2023/24

Potsdamer SV Mitte III – SV Senftenberg

Spieltag: 19.11.2023

Wenn es draußen gießt wie aus Kübeln, spielt man am besten Schach in der warmen Stube. Oder fährt extra in die Landeshauptstadt, was immer eine Reise wert ist. Nach unserem unglücklichen Start in die Saison wollten wir es am vergangenen Sonntag unbedingt besser machen. Gegen die 3. Mannschaft von Mitte waren wir vom Papier her an fast allen Brettern favorisiert. Aber jede Partie muss erst einmal gespielt und gewonnen werden.

Die 1:0 Führung für uns war noch die leichteste Übung. Der Gegner eures Berichterstatters erschien nicht, so dass ich diesmal eine fehlerfreie Partie vorzuweisen hatte, ohne eine Figur zu ziehen. Ich war also zum Zuschauen verdammt. Schwitzen, mitfiebern, Kaffee trinken und leckeren Kuchen essen, kam auch noch dazu.

Alle Senftenberger kamen gut aus der Eröffnung. Leider bisweilen mit enormen Zeitverbrauch. Torsten am 7. Brett hatte die weißen Farben und musste sich mit Holländisch auseinandersetzen. Er spielte solide, aber einen Tick zu passiv. Trotzdem versuchte er bis ins Endspiel alles. Aber die Partie verflachte nach 2 ½ Stunden zum gerechten Remis. Neben Torsten spielte sein Sohnemann Felix am 8. Brett. Mit Schwarz opferte er in der Eröffnung einen Bauern für großen Entwicklungsvorsprung. Das zusätzliche gute Figurenspiel bescherte Felix mehr als Ausgleich. Sein Gegner musste eine Qualität geben, um noch im Spiel zu bleiben. Alles sah nach einem schnellen Ende aus. Leider verlor Felix den Faden und das Mehrmaterial. Ein Blackout beendete die Partie dann sofort. Ausgleich 1 ½ : 1 ½

Nach 3 Stunden konnte ich nicht abschätzen, wie das hier heute ausgeht. Großer Kampfgeist an allen Brettern und allen Beteiligten. Dann brachte uns Peter wieder in Führung. Am 4. Brett gab es bei ihm Damengambit. Nach und nach konnte er seine schwarze Stellung verbessern und mittels Zentrumsbauer sehr aktiv werden. Hier war es ein Figurengewinn, der die Partie abrupt beendete.

Eine halbe Stunde später hatte Andreas ein Einsehen und stellte seine Gewinnversuche ein. Am 3. Brett servierte ihm sein erfahrener Gegner eine moderne Variante (2.Sf6) im Skandinavier, was schnell sehr scharf werden kann. Aber aus einem ruhigen Verlauf, versuchte Andreas einen Angriff am Königsflügel aufzuziehen. Das temporäre Räumungsopfer auf f5 sah hübsch aus, reichte aber nicht für Vorteil. Nachdem fast alle Figuren das Brett verließen, war das Unentschieden unterschriftsreif. 2:3

Nach über 4 Stunden brachte Jens an 2 mit den schwarzen Steinen seine sehenswerte Partie nach Hause. Im sizilianischen Gambit mit b4 investierte er viel Zeit, um die richtigen Züge zu finden. Aber Mehr-Bauer ist ein Bauer mehr. Im Mittelspiel konnte Jens die Initiative an sich reißen und mit taktischen Nadelstichen gespickt den verdienten Sieg einfahren.

Endstellung nach Sd2

Damit war der Drops noch lange nicht gelutscht, denn die Stellungen am 1. und 5. Brett standen auf Messers Schneide.

Klaus-Dieter am Spitzenbrett tauschte im Trompowsky früh seinen Läufer gegen den Springer auf f6. Er meinte, ungenau weitergespielt zu haben und sah sich dadurch dem starken gegnerischen Läuferpaar ausgesetzt. Mit dem Pfund in der Tasche hielt der Potsdamer ML die Partie lange im Gleichgewicht, vielleicht sogar mit leichten Vorteilen. Erst nach 4 ½ Stunden schlug das Pendel, in der Zeitnotphase, in die Senftenberger Richtung. Diesmal also der Matchpoint von Klaus-Dieter! 2:5

Max erwiderte an 5 den Königsinder mit der Sämisch Variante. Er spielte erst am Damenflügel und versuchte im Folgenden einen Angriff am Königsflügel. Schwarz opferte gegen den Angriff einen Springer um seinerseits einen Konter gegen den weißen König zu setzen. Das sah auch alles sehr gefährlich aus. Max verschaffte sich sogar einen Anton-Freibauern, versäumte aber die genaue Verteidigung seines Königs. So rettete sich sein Gegenüber ins Dauerschach. 2 ½ : 5 ½
Siiiiiieg

Das war ganz harte Arbeit und kostete richtig Körner. Bereits in 2 Wochen steht Ludwigsfelde vor der Tür.

Mit dicken Bäuchen ging es dann, im immer noch verregneten Sonntag, nach Hause. Vielen Dank an den Gastgeber für die großartige Bewirtung!

ML Daniel Richter

1. Runde LK Süd 2023/24

SV SenftenbergESV Lok Falkenberg I

Spieltag: 08.10.2023

Ein Hauch von „Murphys Gesetz“ beim 1. Punktspiel. Im Herbst, Anfang Oktober, beginnt die Schach-Punktspielsaison. Das ist schon immer so und auch prima. Warum? Keine Ahnung.

Erster Gegner waren unsere alten guten Schachfreunde aus Falkenberg. Ein harter Brocken, klar, und gleich richtungsweisend. Beide Mannschaften mussten ein paar Stammspieler ersetzten. Vom Papier her waren wir diesmal sogar leichter Favorit.

Vorsichtiges Abtasten in den ersten beiden Spielstunden. Mit optischem Vorteil, viele Figuren abtauschend, remisierte Max am 4. Brett mit Weiß. Danach folgte ein Sieg und eine Niederlage. Torsten an 8 konnte einen schönen Angriffssieg mit Weiß landen. Leider kam Andreas am 3. Brett im Endspiel unter die Räder. 1 1/2 : 1 1/2

Nach 3 Stunden stand (unser) Jens an 2 ganz klar auf Gewinn. An allen anderen Brettern hatten wir leichte Vorteile. Deshalb schob der Berichterstatter am 5. Brett in scharfer Stellung mal wieder ein Remis ein. Vielleicht ist das aber auch Kopfsache. Jeder Königsinder-Spieler würde sich wahrscheinlich über diese Stellung freuen. 2 : 2

Kurz danach gewann Jens auch souverän gegen den sehr starken Jens aus der Eisenbahnerstadt und Marco an 7 erreichte ein Unentschieden. Hier sah ich zum Schluss leichte Vorteile für seine Gegnerin. Sie hatte im Endspiel einfach die aktiveren Figuren. Aber was hat diese Einschätzung zu sagen, wenn diese von einem Endspiel-Unwissenden kommt?

Egal, Führung und 2 „unverlierbare“ Partien. Am 6. Brett spielte Manfred mit Weiß gegen SF Krüger, der in der vorigen Saison ganz stark performte. Nach 3,5 Stunden lehnte Manfred dann ein Remisangebot ab, um ein paar Züge später die Partie einzustellen. All seine Kniffe und Erfahrungen nutzten nichts mehr. Der Mannschaftsleiter darf gefragt werden.

Und mit Sicherheit wird auch die letzte Partie schief gehen? Klaus-Dieter ist endlich im Heimathafen angekommen und mit seinem Sohnemann vereint. Am 1. Brett angedockt, gab es einen turbulenten Einstand. In höheren Spielklassen wird mit Zeitinkrement gespielt. Das heißt, die Spieler bekommen pro Zug einige Sekunden Bonus. In unserer Landesklasse nicht und so kann man tatsächlich durch Zeitüberschreitung verlieren. Das war hier nicht der Fall. Aber das Blitzen in der Endspielphase wird zur Glückssache. Ein „Fingerfehler“ beendete die remisliche Partie sofort. 3 1/2 : 4 1/2

In der Entstehung eine sehr unglückliche Niederlage der Mannschaft. Hier ist wirklich sehr viel schiefgegangen. Die Richtung zeigt ganz klar nach Norden. Dort ist unser 2. Punktspiel beim Potsdamer SV Mitte.

ML Daniel Richter

Sportverein Senftenberg3.5 – 4.5ESV Lok Falkenberg I
K.-D. Kesik0 – 1R. Gander
J. Schneider1 – 0J. Helbig
A. Schroetel0 – 1K. Richter
M. L. Oldenburg0.5 – 0.5M. Göpel
D. Richter0.5 – 0.5M. Kaiser
M. Müller0 – 1G. Krüger
M. Kesik0.5 – 0.5A. Grey
T. Kühn1 – 0N. Majewski

PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1SSG Lübbenau I1002630
2SCS Cottbus I1002625.5
3ESV Lok RAW Cottbus I10025.527.5
4Potsdamer SV Mitte III1002520
5ESV Lok Falkenberg I10024.522.5
6SV Senftenberg00103.513.5
7Hohenleipischer SV Lok I0010316
8Ludwigsfelder SC I00102.58.5
9SV Schwarzheide I0010210.5
10USV Potsdam II001026

8. Runde Landesklasse Süd 2022/23

SC Senioren Cottbus I – SV Senftenberg

Mussten wir noch gegen den USV Potsdam II in der vorhergehenden Runde viele Stammkräfte ersetzen und eine deftige Schlappe einstecken, fuhren wir nach Cottbus in fast Bestbesetzung. Marco konnte nicht mit von der Partie sein und Felix freute sich über ein Päuschen. Das Oberhaus lies kurz vor dem Hexenfeuer nichts anbrennen und erspielte sehr gute 3 Punkte. Unsere Spitzenbretter Jens an 1 und Peter an 2 steuerten jeweils einen halben Punkt bei, wobei Jens standesgemäß kein frühes Remis zulässt. Seine Partie war dementsprechend auch die längste am Tag. Ganz wichtige volle Punkte holten Andreas am 3. und Florian am 4. Brett. Andreas mit Weiß konnte den gegnerischen König erlegen, obwohl bei genauem Spiel seines Gegenüber die Stellung wohl zu halten war. (meine Einschätzung)

Schwarz spielte 23. … h6?? Und nach 24. f4 (Absperrung) Kg8 25. Dxh6 erfolgte die Aufgabe

Nicht so einfach ist Sache bei 23. … Lg5 mit folgendem 24. Th3 Kg8 oder e5 und Lxh7

Weiß muss auch nach 23. … Lg5 24. Th3 und h6 noch um den Gewinn kämpfen.

Florian sackte im Schwerfigurenendspiel 2 Bauern ein, zu viel für seinen Gegner. Das Unterhaus war fast ebenbürtig. Euer Berichterstatter an 5 und Manfred an 6 sorgten für die volle Punkteausbeute. Dabei musste Manfred mit den schwarzen Steinen einen Königsangriff verteidigen, wehrte aber alles ab und konnte durch die ungenauen Züge seines Gegners eine Leichtfigur gewinnen, was er sich nicht mehr nehmen ließ. In einer (mir nicht) bekannten Theorievariante im Morra Gambit, die in eine Struktur des Franzosen überging und schließlich im Milner-Barry-Gambit mündete, gab es eine schnelle Punkteteilung bei Torsten am 7. Brett. Lieber den Spatz in der Hand oder so ähnlich war seine Einstellung.

Nach 13. … Da5 kam das 2. Remis-Angebot und Torsten nahm an.

Die schnellste Entscheidung gab es am 8. Brett. Unser Punktegarant und Teilnehmer zur deutschen Einzelmeisterschaft kam mit seinem Caro Kann sehr ordentlich aus der Eröffnung. Max unterschätze nur einmal die gegnerischen Möglichkeiten und wurde sofort bestraft. Lehrgeld, das wird ihm nicht so schnell wieder passieren. Endstand 2,5 : 5,5.

Fazit: Das Ergebnis lässt uns im gesicherten Mittelfeld verweilen und sehen mit der Mannschaft was möglich ist, wenn wir mit voller Kapelle antreten. Im letzten Punktspiel der Saison zu Hause gegen Falkenberg können wir entspannt (auf)spielen und Ergebniskosmetik betreiben.

ML Daniel Richter

Schachclub Senioren Cottbus I2.5 – 5.5Sportverein Senftenberg
Klaus Berndt0.5 – 0.5Jens Schneider
Rainer Birk0.5 – 0.5Peter Lange
Andreas Gensch0 – 1Andreas Schroetel
Bernhard Bennewitz0 – 1Florian Rokohl
Ralph Bogacz0 – 1Daniel Richter
Hans-Georg Neumann0 – 1Manfred Müller
Wolfgang Fischer0.5 – 0.5Torsten Kühn
Ullrich Skorna1 – 0Max Leonard Oldenburg
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II7101543.5185.5
2ESV Lok RAW Cottbus I7011440.5175
3USV Potsdam II413935164.5
4ESV Lok Falkenberg I323836168
5Sportverein Senftenberg404833.5148
6Hohenleipischer SV Lok I323832147.5
7Schachclub Senioren Cottbus I305631.5143.5
8Ludwigsfelder Schachclub I305628.5120
9Glaskönig Döbern I305624119.5
10SV Königsspringer Herzberg006015.568.5

7. Runde Landesklasse Süd 2022/23

Sportverein Senftenberg – USV Potsdam II

Sportverein Senftenberg2.5 – 5.5USV Potsdam II
Jens Schneider0 – 1Antonin Kosmata
Andreas Schroetel0.5 – 0.5Tim Cech
Marco Kesik0 – 1Dr. Günter Hälsig
Daniel Richter1 – 0Dr. Frank Böttcher
Torsten Kühn0 – 1Robert Hinsche
Max Leonard Oldenburg0.5 – 0.5Hartmut Gölitz
Felix Kühn0 -1Kai Ahrens
Jan Oldenburg0.5 – 0.5Christian Kleineberg
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II6101335.5149.5
2ESV Lok RAW Cottbus I6011234.5150
3ESV Lok Falkenberg I322834157
4Hohenleipischer SV Lok I322829.5133
5USV Potsdam II313729.5143
6Schachclub Senioren Cottbus I304629134
7Sportverein Senftenberg304628121.5
8Glaskönig Döbern I304624119.5
9Ludwigsfelder Schachclub I20542294.5
10SV Königsspringer Herzberg00701458

6. Runde Landesklasse Süd 2022/23

Glaskönig Döbern I – SV Senftenberg (19.03.2023)

Mit Döbern wartete ein sehr motivierter und ambitionierter Gegner auf uns. Für die Aufsteiger aus der Regionalliga soll die Landesklasse nur ein Zwischenziel sein. Außerdem gab es noch das brisante Senftenberger Familienduell, Papa K.-D. Kesik in Diensten der Glasmacherstadt gegen seinen Sohnemann in unseren Reihen.

Leider fuhren wir nur zu siebt nach Döbern, immer entlang der Grenze zu Sachsen, ca. 15km von der polnischen Grenze entfernt. Kurzfristig fielen unsere Spitzenbretter Jens und Peter aus und wir mussten das 1. Brett freilassen.

Aber auch bei unserem Gastgeber fehlte ein Spieler und so stand es bereits vor Beginn der 6. Runde 1:1. Manfred am Brett 5 hatte spielfrei und konnte mit Marco nach 31 Minuten die Heimreise antreten. Denn am 3. Brett schaffte es SF Franzke nicht rechtzeitig ins Spiellokal, 1:2.

Nach ca. 2,5 Stunden baute Torsten den Vorsprung auf 2 Punkte aus. Ein Patzer seines Gegners in ausgeglichener Stellung brachte uns das 1:3. Kurz danach übersah Felix am 8. Brett einen leichten Gewinn und willigte in überlegener Stellung ins Remis ein. Kein Vorwurf an Felix, manchmal sieht man einfach Gespenster.

Nach knapp 3 Stunden konnte Döbern zum 2,5:3,5 verkürzen. Andreas, am 2. Brett spielend, verpasste in aussichtsreicher Angriffsstellung eine sehr gute Möglichkeit , so dass sich nur 2 Züge später das Blatt komplett wendete.

Wir brauchten also noch mindestens ein Unentschieden, um was Zählbares mitzunehmen. Da unser Punktegarant Max sehr ordentlich stand, bot ich (am 4. Brett) in mieser Stellung trotzdem einfach Remis an. Unerwartet nahm mein Gegner das Gebot an, was vielleicht auch an der sich anbahnenden beiderseitigen Zeitnot lag.

Das letzte Remis und damit den Sieg für Senftenberg sicherte Max an 7 ab. In der Partie hatte er immer leichten Vorteil. Ob es zum Gewinn gereicht hätte, war nicht mehr entscheidend, denn auf dem Spielberichtsbogen stand ein 3,5 : 4,5.

ML Daniel Richter

Glaskönig Döbern I3.5 – 3.5Sportverein Senftenberg
Klaus-Dieter Kesik+ – –Peter Lange
Manfred Jandke1 – 0Andreas Schroetel
Alexander Franzke– – +Marco Kesik
Max Hülse0.5 – 0.5Daniel Richter
Justin Willsch– – +Manfred Müller
Hagen Hülse0 – 1Torsten Kühn
Ronald Hlubek0.5 – 0.5Max Leonard Oldenburg
Timon Nagorka0.5 – 0.5Felix Kühn
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II5101128.5116
2ESV Lok RAW Cottbus I5011030127
3ESV Lok Falkenberg I321831142
4Schachclub Senioren Cottbus I303625.5121
5Sportverein Senftenberg303625.5111
6Glaskönig Döbern I303624119.5
7Hohenleipischer SV Lok I222621.597
8USV Potsdam II213524117.5
9Ludwigsfelder Schachclub I10521773.5
10SV Königsspringer Herzberg00601355.5

5. Runde Landesklasse Süd 2022/23

Nach der sehr langen Winterpause empfingen wir, wie schon in der vorigen Saison, die 1. Mannschaft aus Hohenleipisch. Durch die Siege von unseren fleißigen Punktesammler Max (5 aus 5!) am 7. Brett und Felix am 8 gingen wir frühzeitig in Führung. Erst nach 3,5 Stunden bahnten sich die nächsten Ergebnisse an. Im Oberhaus standen alle Bretter in Flammen und Zeitnotschlachten zeichneten sich ab. Das bessere Ende nach knapp 4 Stunden hatten Jens am Spitzenbrett, Andreas an 3 und der Berichterstatter am 4. Brett. Die Partie von Peter an Brett 2 ging nach einigem Auf und Ab leider verloren. Trotzdem war der Mannschaftskampf mit 5:1 bereits für den Gastgeber entschieden. Nach einer weiteren halben Stunde verbuchte Manfred am 5. Brett den nächsten vollen Punkt und Torsten an 6 musste sich geschlagen geben. Damit gingen die 2 Mannschaftspunkte durch einen 6:2 Erfolg nach Senftenberg.

Das war nur der Beginn von sehr intensiven Schachwochenenden. Bereits am Freitag startet das Lido-Open in Senftenberg und in 2 Wochen geht’s zum 6. Punktspiel nach Döbern.

ML Daniel Richter

Sportverein Senftenberg6 – 2Hohenleipischer SV Lok I
Jens Schneider1 – 0Thomas Spillecke
Peter Lange0 – 1Alexander Feldner
Andreas Schroetel1 – 0Joachim Ruick
Daniel Richter1 – 0Klaus-Detlef Dietz
Manfred Müller1 – 0Volkmar Spillecke
Torsten Kühn0 – 1Cedric Theile
Max Leonard Oldenburg1 – 0Olaf Schmidt
Felix Kühn1 – 0Mika Fastert
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II5001024.597
2ESV Lok RAW Cottbus I401824.5103.5
3ESV Lok Falkenberg I221623106
4Glaskönig Döbern I302620.5100.5
5USV Potsdam II212521.5105
6Hohenleipischer SV Lok I212517.580
7Sportverein Senftenberg20342194
8Schachclub Senioren Cottbus I203420.595.5
9Ludwigsfelder Schachclub I10421463
10SV Königsspringer Herzberg00501355.5

4. Runde Landesklasse Süd 2022/23

Forst II – SV Senftenberg (27.11.2022)

Vor der ersten schachlichen Winterpause seit dem ich denken kann, verschlug es uns an den Rand Brandenburgs…in die Stadt der Rosen: Forst. Mit zusammengewürfelter internationaler Besetzung ist Forst immer eine der großen Unbekannten in der Liga, auch mit ihrer zweiten Vertretung. Zwar leicht dezimiert und in Abwesenheit erfahrener Stammkräfte, machten wir uns also auf den Weg um den aktuell ersten der Liga zu ärgern. Gespickt mit dennoch viel Erfahrung, sittlicher Reife und sehr viel jugendlicher Frische, rechnete ich uns gewisse Chancen aus gemäß David gegen Goliath. Und die Stellungen sahen für uns zur Halbzeit überwiegend auch ganz vielversprechend aus. Doch dann ging es Schlag auf Schlag:

Max an Brett 6 spielend ist in einen Doppelangriff auf b7 und f7 hineingeraten, was ihn nicht nur einen Minusbauern einbrachte, sondern auch eine Bauernruine. Trotz Mehrbauer war sein Gegner nicht auf Figurenabtausch geeicht, was in Chancen für Max und einem Quallengewinn nach Springerschach auf c2 mündete. Durch eine jedoch ungünstig gewählte Bauernkonstellation am Königsflügel, war Max sein auf h7 geparkter Läufer leider abgemeldet und die Dominanz der gegnerischen Läufer konnte sich in voller Blüte entfalten. Und schwupps war auch dann schon ein gegnerischer Bauer auf der siebten Reihe. So siegessicher der Gegner war, so abrupt endete auch das Schachabenteuer nach einem eigentlich leicht abzuwehrendem Schach, dann doch tödlichen Damenkuss für den weißen König. Ein glücklicher Sieg, der den Minuspunkt des leider unbesetzten Brettes gut wettmachte.

Zu der Zeit trugen meine Bemühungen am Schachbrett auch schon erste Früchte, auch auf der gegnerischen Schachuhr. Naja eigentlich zerpflückte mein Gegner sich selbst indem er mir zu viel erlaubte. So stand nach großer Rochade ein Springer auf f5, die Dame auf d4, ein angriffslustiger Bauer auf e4, der Springer auf c3 und ein Läufer auf g3 in Lauerstellung – um nur einiges zu nennen – auf meiner Habenseite. Und der Gegner, der hat nach h6 und g5 eine richtige Wanderroute für seinen König, auf f8 stehend, geschaffen. Da war klar, dass diese Freizügigkeit auf Dauer nicht risikofrei war und kurz vor Blättchenfall des Gegners im Damenmatt auf h8 das Happy End fand.

An Brett 2 entwickelte sich zu dieser Zeit ein zweischneidiges Spiel. Marco, mit Schwarz spielend, griff nicht nur zielgerichtet am Damenflügel an, sondern schielte mit seinem Läufer auf b7 auch in Richtung gegnerische Rochadestellung. Leider gab es da noch die kleinen Sorgenfalten in Sachen gegnerischen Königsangriff, was leider in einer Lxh7 Taktik mit Minusbauern endete. Marco konnte sich zwar in einem anscheinend spielbaren Endspiel retten, aber ein weiterer Bauernverlust machte alle Wunschhoffnungen zunichte.

Mit einer königsindisch-ähnlichen Struktur, sah sich Florian derweil an Brett 3 konfrontiert. Wie immer sehr solide aufgestellt, fand sich Florian nach einer winzigen Ungenauigkeit im Netz möglicher Fesslungsfallen wieder. Nach sehr zeitraubendem Grübeln entschied sich Florian für ein Mehrbauern-Opfer, um zu einem finalen Mattangriff zu blasen. Es sah auch alles sehr durchdacht und zielstrebig aus, bis durch den Fall weiterer Bauern Sand ins Getriebe kam und Florian die Hand hinüber strecken musste.

Aber wir hatten noch sehr heiße Eisen im Feuer. So ging es u.a. auch am Brett von Manfred drunter und drüber. Denn es stand eine sehr exotische Variante der Orang-Utan-Eröffnung mit weißer langer Rochade auf der Tagesstellung. Schnell hat Manfred auch Schwachpunkte in der gegnerischen Stellung ausgemacht, was zu einem Bauerngewinn auf e4 führte. Mit dem Mehrbauern im Rücken strebte Manfred den ruhigen Abtausch der übrigen Schwerfiguren an und versuchte wie eh und je den Gegner am Brett aus zu tanzen, was nach einer verpassten Chance und nach zähem Ring leider in einem Remis endete! Seht selbst…

Weiß: Kc2, Lc1, a3, b5, c4, g3 / Schwarz: Kd7, Ld4, a4, b6,c5, e4, g6

Und so lag es an der Familie Kühn, die Kastanien aus dem Feuer zu holen…und gefühlt sah es auch nach Big Points aus. Und das Brett 7 brannte regelrecht. Felix wie immer gut präpariert, hatte von Beginn an den Gegner an der Angel und konnte einen überzeugenden Quallengewinn für sich verzeichnen. Doch die erst noch kurze Angelschnur wurde mit der Zeit immer länger und länger und der gegnerische Fisch fing an unkontrolliert zu zappeln. Die Bauern wurden auch immer weniger und weniger und so war die Aufgabe einen vollen Punkt mit Turm und Läufer gegen zwei Läufer und einem Mehrbauer einzufahren leider nicht mehr umzusetzen. Dennoch eine sehr unterhaltsame Partie, die Schachherzen und Taktikliebhaber mitreißen lässt.

Bei einem Stand von 3:4 richteten sich nun die Blicke auf das Brett von unserm Senftenberger Gigant. So ließ sich Torsten diesmal nicht in Richtung Zeitnot treiben, sondern spielte kontrolliert seine Züge runter, ohne zu überziehen. Mit zunehmender Zeit wurden die Schwächen im gegnerischen Lager auch immer offensichtlicher: schutzbedürftige Einzelbauern auf b7, d5 und h5. Leider wurde es mit immer weniger werdenden Spielmaterials, auch immer schwieriger den erarbeiteten Vorteil über die Ziellinie zu retten. Nach Turmabtausch, kam es auch hier zu einem nicht einfachen Endspiel bei gleichfarbigen Läufer, aber bei starkem Läufer für Torsten. Knetversuche hier, Knetversuche da, 20 min später noch das gleiche Spiel und es kam einfach keine Gewinnidee über den Weg…Remis. Wer es selbst versuchen will, ohne Computer:

Weiß: Kf2, Lg6, c5, d4, f4, h4 / Schwarz: Kd8, Le8, b7, d5, f6, h5

Fazit: Der Endstand 3.5:4.5 war mehr als wir im Vorfeld erhofft haben, auch wenn zu siegen immer schöner ist. Aber der Mix aus Erfahrung und jugendlicher Frische macht sich langsam bezahlt. Auch wenn die bisherige Ausbeute der Mannschaftspunkte an sich, nicht der Leistung entspricht, die regelmäßig von unserer Mannschaft auf das Schachbrett gezaubert wird. Dennoch, wir schauen mit Zuversicht nach vorn und ich bin mir sicher, dass wir nach der Winterpause alles raus hauen werden was geht. Und in diesem Sinne wünschen wir allen Schachfreunden frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Stellvertr. ML Jens Schneider

Forster SC II4.5 - 3.5Sportverein Senftenberg
Aleksander Kielbratowski0 - 1Jens Schneider
Mariusz Kucharski1 - 0Marco Kesik
Boguslaw Czepczynski1 - 0Florian Rokohl
Andrzej Kielek0.5 - 0.5Manfred Müller
Diethard Heinze0.5Torsten Kühn
Andrzej Rapiej0 - 1Max Leonard Oldenburg
Maciej Kielbratowski0.5 - 0.5Felix Kühn
Grzegorz Kolodziejski+ - -nicht besetzt
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II400819.574.5
2ESV Lok Falkenberg I22062092.5
3ESV Lok RAW Cottbus I30161980.5
4Glaskönig Döbern I30161887.5
5Hohenleipischer SV Lok I211515.570
6USV Potsdam II112316.583
7Schachclub Senioren Cottbus I10321569
8Sportverein Senftenberg10321568
9Ludwigsfelder Schachclub I10321149
10SV Königsspringer Herzberg004010.546

3. Runde Landesklasse Süd 2022/23

ESV Lok RAW Cottbus I – SV Senftenberg

Bei unserem Auswärtsspiel in Cottbus mussten wir viele Stammkräfte ersetzten. Sprichwörtlich mit dem letzten Mann konnten wir unsere 8-er Mannschaft (auf)füllen. Um es vor weg zu nehmen: Unsere „Jugendbrigade“ im Unterhaus hat sich wacker geschlagen. Große Anerkennung gab es dafür auch vom Gegner. Im Oberhaus kam mal wieder „Edeljoker“ Markus zum Einsatz mit Maskottchen namens Lucy.

Meine Devise vor dem Schachspiel lautet: pünktlich, nüchtern und ausgeschlafen. Euer Berichterstatter konnte diesmal ausnahmsweise nur eines dieser Kriterien erfüllen. Mein Remis-Angebot nach 2 Stunden am 2. Brett mit den schwarzen Steinen wurde nach 45-minütiger Bedenkzeit angenommen. Dazu gesellte sich wenig später noch ein halber Punkt von Torsten am 3. Brett. Im ausgeglichenen Turmendspiel konnte auch sein sehr starker Gegner nichts mehr ausrichten. Leider musste Markus an 4 nach einer turbulenten Partie die Segel streichen. Schade, dass sein mutiger Königsangriff nicht belohnt wurde. Deshalb und Dank der unterhaltsamen Spielart wird seine Gegnerin die Partie lange im Gedächtnis behalten. 2:1

Danach schlug die Stunde unser „Jugendbrigade“. Fast. Alle standen gut bis prächtig. Leider kippten nach ca. 3,5 Stunden dann die Stellungen von Jan und Felix an den Brettern 7 und 6. Noch konnte sich die enorme Erfahrung der Gegner durchsetzen. Nun folgte der tragische Moment des Sonntags. Am 8. Brett stand Robin ganz klar auf Gewinn und hatte eigentlich auch genügend Zeit. Punktspiele werden in der Landesklasse, seit ich denken kann, mit 40 Zügen für 2 Stunden gespielt. Dann hat man die Zeitkontrolle erreicht und bekommt zusätzliche 30 Minuten. Robin wähnte sich aber bereits nach 36 Zügen am Ziel und überschritt im 38. Zug die Zeit. Das hilflose Zusehen war grauenvoll. Die Mannschaftsniederlage mit 1:5 besiegelt. Doch dann gab es nochmal großes Kino, das für vieles entschädigte. Max spielte am 5. Brett (!) forsch und zügig nach vorn, drängte seinen starken Gegner (400 DWZ mehr) in die Defensive und konnte einen Qualitätsgewinn nebst guter Stellung verbuchen. Dann verlor er etwas den Faden und musste sich 2 weit vorgerückten Freibauern erwehren. Letztendlich fand er einen Weg mit Dame und Turm den gegnerischen König so zu bedrängen, dass er sich in einem Mattnetzt verhedderte. Ganz starke 3 Punkte aus 3 Partien stehen bei ihm zu Buche.

Für einen (fast) krönenden Abschluss sorgte Andreas am Spitzenbrett. Nach über 4,5 Stunden und 70 Zügen rang er seinen Gegner nieder und belohnte sich so mit dem ganzen Punkt und einer Klasseleistung. In einer seltenen Variante im Caro-Kann hatte er mit Weiß spielend bald großen Entwicklungsvorsprung, sein Gegenüber mehr Raum durch Bauernvorstöße. Um die Stellung am Königsflügel zu öffnen, gab Andreas einen Bauern. Es entstanden viele Drohungen, die der Gegner nicht alle parieren konnte. Die Verwertung der gewonnen Qualität war nicht einfach, aber im Endspiel von Schwarz auch nicht mehr zu verhindern.

Fazit: Anders als beim letzten Punktspiel angedeutet, wird dieser Sonntag trotz der 5:3 Niederlage in guter Erinnerung bleiben. Bei der Spielweise, gerade unserer Jugend, wird mir um die Zukunft nicht bange. Und vielleicht gibt es ja in der nächsten Saison schon die neue Bedenkzeit Regelung…

ML Daniel Richter

ESV Lok RAW Cottbus I5 - 3Sportverein Senftenberg
Oybek Mamatkulov0 - 1Andreas Schroetel
Alexander Lehmann0.5 - 0.5Daniel Richter
Rainer Lehmann0.5 - 0.5Torsten Kühn
Julia Kirst1 - 0Markus Fiedler
Toni Schulz0 - 1Max Leonard Oldenburg
Dietrich Heßmer1 - 0Felix Kühn
Joachim Kutschka1 - 0Jan Oldenburg
Reinhard Loerke1 - 0Robin Köster
PlatzMannschaftSRVMan.Pkt.Brt.PktBerl.Wrt.
1Forster SC II30061555
2Hohenleipischer SV Lok I21051355.5
3ESV Lok Falkenberg I12041569
4ESV Lok RAW Cottbus I201413.559
5Glaskönig Döbern I201410.553.5
6Schachclub Senioren Cottbus I10221256.5
7Sportverein Senftenberg102211.551.5
8Ludwigsfelder Schachclub I102210.547
9USV Potsdam II01211052.5
10SV Königsspringer Herzberg0030940.5